Task Manager (de)
Sunday ist hervorragend darin, eine Frage zu wenigen Dokumenten zu beantworten. Task Manager ist für die entgegengesetzte Art von Arbeit gedacht: dieselben Fragen über Dutzende Dokumente hinweg, dargestellt als Raster, das spaltenweise gelesen werden kann.
Wie ein Board funktioniert
- Zeilen sind Dokumente oder Gruppen zusammengehöriger Dokumente, etwa ein Mietvertrag samt seiner Nachträge.
- Spalten sind Fragen, die einmal in einfacher Sprache formuliert werden: „Wann endet der Mietvertrag?", „Gibt es eine Break-Option, und wann?", „Wer trägt die baulichen Instandhaltungskosten?"
- Zellen werden automatisch befüllt. Jede Zelle enthält ihre Begründung und einen Link zurück zur Quellstelle.
Zellen werden parallel generiert, sodass ein Board mit fünfzig Mietverträgen und sechs Fragen weitaus schneller fertig ist, als sie manuell zu lesen. Eine Spalte kann einen kurzen Wert liefern (ein Datum, ein Ja/Nein, eine Zahl), ein Diagramm oder ein generiertes Dokument. Ein Board kann außerdem Referenzdokumente enthalten, die als Kontext für jede Zeile herangezogen werden – etwa eine Standard-Mietvertragsvorlage zum Vergleich.
Wofür es gedacht ist
- Datenraum-Screening: vierzig Mietverträge, sechs Fragen, ein Nachmittag statt eine Woche.
- Portfolioweite Klauselsuche: „Welche Mietverträge enthalten ein vorzeitiges Kündigungsrecht?"
- Wiederkehrende Reviews: ein Board als Vorlage speichern und jedes Quartal oder bei jeder neuen Akquisition erneut ausführen.
Praxisbeispiel: Screening eines neuen Deals oder Datenraums
- Die Quelle verbinden oder die relevanten Unterordner hochladen. Ist der Datenraum groß, zunächst Sunday triagieren lassen: „Durchsuche den verbundenen Ordner nach Mietverträgen und Rent Rolls. Liste die Funde mit Dateiname, Ordner und letztem Änderungsdatum auf, importiere aber noch nichts." Anschließend nur das Relevante importieren.
- Ein Board erstellen: eine Zeile pro Mietvertrag samt Nachträgen, eine Spalte pro Frage: Mieter:in und zulässige Nutzung; Mietbeginn und -ende; monatliche Nettokaltmiete und Fläche; Mietanpassungsmechanismus; Break- oder Verlängerungsoption und deren Frist; wer die baulichen Instandhaltungskosten trägt; ungewöhnliche Klauseln.
- Ausführen und die Spalten durchlesen. Die Ausreißer sind das, was ins Komitee mitgenommen wird.
- Den Rent Roll der verkaufenden Partei mit der Rent Roll Validation abgleichen. Abweichungen zwischen der Zusammenfassung der verkaufenden Partei und deren eigenen Verträgen sind wesentliche Due-Diligence-Erkenntnisse, und sie frühzeitig zu finden, verändert die Verhandlungsposition.
- Die Ausgabe anfordern: „Erstelle eine Excel-Zusammenfassung dieser Mietverträge mit einer Zeile pro Vertrag: Mieter:in, Einheit, Fläche, monatliche Nettomiete, Beginn, Ende, Anpassungsart und etwaige Optionen. Markiere alles, bei dem du unsicher warst, in einer separaten Spalte."
Tipps & Best Practices
- Immer die Unsicherheits-Spalte anfordern. Wer weiß, welche vier Zeilen von Hand zu prüfen sind, kann den anderen sechsunddreißig vertrauen. Wer eine durchgehend selbstsicher wirkende Tabelle erhält, muss alle vierzig prüfen.
- Task Manager ist die Antwort auf die Frage „Skaliert das über ein einzelnes Dokument hinaus?". Für Deal-Analyst:innen ist es eine der meistgenutzten Oberflächen der Plattform.